Texterella

Donnerstag, 14. April 2011

Auf den Hut gekommen.

Ein bisschen Ascot steckt doch in jedem Alltag. Zumindest in meinem. Denn ich liebe Hüte. Und Mützen auch. Vor allem, wenn sie auffällig sind!

Für mein Umfeld war das wahrlich nicht immer leicht. Man könnte sogar von einer Bewährungsprobe sprechen: eine Gartenparty neben einem Wagenrad von Hut. Ein Stadtbummel mit einer wagemutigen Bommelmütze. Strohhüte mit Riesenkrempe auf dem Wanderweg. Bei solchen Kopfbedeckungen brauchte man schon als Begleiter ein gehöriges Quantum Selbstbewusstsein. Von der Trägerin ganz abgesehen. Ja, früher waren auffällige Hüte eine Frage des Mutes.

In diesem Winter allerdings sind sie ein Muss.

Abzusehen war es ja schon länger: Teenager, die ihre tief über die Augen gezogene Strickmütze nicht mal im Hochsommer ablegten. Hollywood-Stars und -Starlets, die mit Fellkappen über den Broadway eilten. Und nicht zu vergessen: Sieger-Lena, die mit Norwegen-Mütze ihren Fans entgegenjubelte!

Doch dieser Winter wird mützenmäßig eher extravagant als lässig: Ein wenig Garbo, ein bisschen Marlene, ein Hauch von Valentino – mit Fedora deluxe sind Hingucker garantiert! Das Filzhütchen bringt uns die Zwanziger zurück, mit Leopardenfell (Gott sei Dank imitiert!), Diva-Allüren und allem was dazu gehört. Oder doch lieber die lässig-luxuriöse Schiebermütze à la Bad Boy zu Jeans und grobem Strick? Mutige tragen sie (angeblich) sogar zur Abendrobe ... Aber man muss ja nicht alles nachmachen. Doch damit noch nicht genug: Die Haute Couture hat die Turbane entdeckt. Raus aus der Sauna, rein ins Vergnügen! Die Farben sind prächtig, der Look exotisch, die Wirkung ... unausbleiblich – nichts für modische Weicheier allerdings.

Und dann wären da ja noch die kuscheligen Kaschmir-Varianten. Hach! Als hätte Oma sie selbst gestrickt! Weich. Warm. Wintertauglich. Aufsetzen, wohlfühlen und kalte Ohren einfach vergessen! Die Farben? Von knallbunt bis zu sanften Tönen ist alles erlaubt. Die Formen? Alles von der Pudelmütze bis zur Strickhaube. Oder wie wäre es mit einer Uschanka aus Fell – ja, die mit den Ohrenklappen, wie einst Breschnew sie trug! Jahrzehntelang galten sie als absolutes No-no-go, waren allerhöchstens Roter-Platz-tauglich – aber was schert mich das Geschwätz von gestern, vor allem in Sachen Mode!

Bleibt noch mein persönlicher Favorit. Ich nenne sie liebevoll: The Bommel. Eine Mütze wie ein Schwarzwaldmädel. Ich trage sie nicht oft, aber mit Leidenschaft. Zu einem schlicht-schwarzen Mantel. Hohen schwarzen Stiefeln. Und vor allem: keine weiteren auffälligen Accessoires! Denn diese Mütze ist eine Diva, die keine Konkurrenz neben sich duldet und alle Beachtung will. Ein bisschen kapriziös, ein paar kleine Allüren ...

... kurz: Sie ist wie ich. ;-)

# 14. April 2011 um 12:12 Uhr

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